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Mietvertrag prüfen — die Checkliste vor der Unterschrift

Ein Mietvertrag wird selten neu verhandelt — gelesen wird er meist erst, wenn er schon gilt und stört.

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Ein Mietvertrag besteht aus wenigen Klauseln, die im Alltag den Ausschlag geben: Befristung und Verlängerung, Wertsicherung, Kaution, Erhaltung, Betriebskosten, Rückstellungszustand. Im Anwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes ist manches davon zwingend geregelt — die Kaution in § 16b MRG, die Betriebskosten in § 21 MRG; die Erhaltungspflicht des Bestandgebers ergibt sich im Grundsatz aus § 1096 ABGB. Anderes ist frei vereinbar.

Am Ende haben Sie eine Liste jener Stellen, die Sie vor der Unterschrift ansprechen oder anwaltlich prüfen lassen sollten.

Was die Checkliste abdeckt

  • Befristung: Dauer, Schriftform und die Regeln zur Verlängerung
  • Wertsicherung: Indexbasis, Ausgangswert und Zeitpunkt der Anpassung
  • Kaution: Höhe, Veranlagung und Rückzahlung nach Vertragsende
  • Erhaltung und Instandhaltung: Abgrenzung zwischen Vermieter- und Mieterpflichten
  • Betriebskosten: Aufteilungsschlüssel, Akontozahlungen und jährliche Abrechnung
  • Rückstellung, Rückbau und Klauseln zu Untervermietung und Tierhaltung

Wann Sie sie brauchen

i.Sie haben einen Mietvertragsentwurf erhalten und wollen ihn vor der Unterschrift systematisch durchgehen.
ii.Sie vermieten selbst und wollen prüfen, ob Ihr Vertragsmuster noch alle wesentlichen Punkte abdeckt.
iii.Sie wohnen bereits in der Wohnung und wollen wissen, was Ihr laufender Vertrag tatsächlich regelt.
Grenzen dieser Vorlage

Ob eine einzelne Klausel im konkreten Fall wirksam ist, hängt vom Anwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes und von der Rechtsprechung ab — das klärt die Checkliste nicht, sondern die anwaltliche Prüfung.

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Häufige Fragen

Gilt die Checkliste auch bei Voll- und Teilanwendung des MRG?

Die Punkte sind so formuliert, dass sie unabhängig vom Anwendungsbereich funktionieren — geprüft wird, ob der Vertrag die Frage überhaupt regelt und wie. Welche Bestimmungen im Einzelfall zwingend sind, hängt davon ab, ob das Mietrechtsgesetz voll, teilweise oder gar nicht anwendbar ist. Diese Einordnung sollte am Anfang der Prüfung stehen.

Was mache ich mit einer Klausel, die mir auffällt?

Zuerst notieren, dann ansprechen. Viele Punkte lassen sich vor Vertragsabschluss ohne Streit klären, weil sie schlicht unklar formuliert sind — etwa der Ausgangswert der Wertsicherung oder die Abgrenzung der Erhaltungspflichten. Bleibt eine Klausel strittig oder wirkt sie einseitig belastend, ist das der Punkt, an dem sich anwaltliche Prüfung rechnet.

Kann ich die Checkliste auch bei einem laufenden Vertrag verwenden?

Ja. Der Nutzen ist dann ein anderer: Sie erfahren, was Sie tatsächlich vereinbart haben — welche Erhaltungsarbeiten Sie tragen, wie die Kaution veranlagt ist, wann die Wertsicherung greift. Für Klauseln, die zwingendem Recht widersprechen, gilt die gesetzliche Regelung unabhängig davon, was im Vertrag steht.

Ist meine Buchungsanfrage bereits verbindlich?

Nein. Mit dem Absenden des Formulars stellen Sie eine Buchungsanfrage; ein Vertrag kommt dadurch noch nicht zustande. Wir prüfen die Anfrage und übermitteln Ihnen die Rechnung — erst damit nehmen wir Ihre Anfrage an. Nach Zahlungseingang erhalten Sie die Vorlage. Bis zur Rechnungslegung entstehen Ihnen keine Kosten.

Die Vorlagen und Checklisten dienen als Grundlage für die eigene Verwendung und sind für typische Anwendungsfälle konzipiert. Sie sind vom Nutzer selbst auszufüllen und an die konkrete Situation anzupassen.

Eine individuelle Prüfung, Anpassung oder rechtliche Beratung für den konkreten Einzelfall ist nicht Bestandteil des Erwerbs. Die Verantwortung für die vollständige und richtige Verwendung der Vorlagen und Checklisten im jeweiligen Einzelfall liegt beim Nutzer.

Die Nutzung ist ausschließlich für eigene Zwecke gestattet. Eine Weitergabe, Veröffentlichung oder kommerzielle Verwertung der Vorlagen und Checklisten ist nicht gestattet.

Die Vorlagen und Checklisten stellen keine individuelle Rechtsberatung dar und ersetzen diese nicht. Es gilt der vollständige Haftungsausschluss.